Zesamme em Jaade

Unser generationsübergreifendes Langzeitprojekt in Kooperation mit dem Maternus-Stift Altenburg wurde in den Sommerferien 2017 ins Leben gerufen. Zu Beginn befürchteten wir, dass unser liebevoll geplantes Gartenprojekt für Jung und Alt nicht auf die Resonanz stoßen würde, die wir uns erhofft hatten, da kaum Anmeldungen für die drei im August angesetzten Aktionen im Jugendbüro eingingen.

Wir entschlossen uns für eine offensive Bewerbung in der lokalen Presse und freuten uns sehr darüber, dass sich als Reaktion auf den Artikel einige Kinder anmeldeten und „Zesamme em Jaade“ mit einer Kräuterwanderung unter der Leitung der Kräuterpädagogin Tanja Fussenig-Hoffmann starten konnte, auch wenn diese im strömenden Regen stattfand.

Nach dem Besuch des wunderschönen Nutz- & Ziergartens der Familie Krüger in  Ahrbrück und vielen fachlichen Tipps, konnten wir am dritten Projekttag mit dem Einrichten unseres ersten Hochbeetes beginnen.

Ziel ist es, die Grünflächen rund um das Jugendbüro und den Maternusstift dauerhaft so zu gestalten, dass Kinder, Senioren und auch Anwohner die angebauten Kräuter und Gemüse nutzen und verarbeiten können.

Mittlerweile bearbeiten wir die stolze Anzahl von sieben Hochbeeten und haben schon etliche kleine Gläschen mit Kräutersalz aus eigener Produktion füllen können.

Ein solches überreichten wir im Herbst 2017 auch der rheinland-pfälzischen Ministerin für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie, Sabine Bätzing-Lichtenthäler, die das Projekt mit dem ersten Preis eines Wettbewerbes zum Thema „Teilhabe von Menschen mit Demenz“ auszeichnete.

Das Preisgeld investierten wir, wie könnte es anders sein, in neue Hochbeete und Gartengeräte, die in den Osterferien hochmotiviert in Betrieb genommen wurden. In den Sommerferien 2018 fanden wieder drei zusammenhängende Projekttage statt, bei deren Planung sich alle aktiven ZeJ‘ler beteiligen konnten, denn Partizipation und Teilhabe sind die Grundlagen des Langzeitprojektes.

So ging zum ersten Mal „Zesamme em Jaade….On Tour“ und besuchte zuerst die essbare Stadt Andernach, um sich bei einer kindgerechten Stadtführung inspirieren zu lassen, anschließend brachte der Bus die Gruppe auf die Straußenfarm Remagen, wo große und kleine Strauße für Begeisterung sorgten.

Die beiden anderen Projekttage hatten für die unterschiedlichsten Ansprüche der Teilnehmer etwas zu bieten: Am Montag fanden Workshops zu den Themen „Moosgraffiti“ und „Filzen“ statt, am Dienstag wurden dann T-Shirts und Taschen gebatikt, während gleichzeitig ein wunderschöner Steingarten entstand, der dem mäandernden Ahrtal nachempfunden ist und sogar, als Tribut an die Geschichte der Eifel, einen erloschenen Vulkan aufweist.

Zu unserer großen Freude konnte „Zesamme em Jaade“ 2018 einige neue, hochmotivierte Mitwirkende gewinnen und wir sind gespannt, welche unserer vielen Ideen als nächstes in Projekten umgesetzt werden können.