Fahrsicherheitstraining des Jugendbüros macht fit für den sicheren Transport
Mobilität im ländlichen Raum, ist schon immer und besonders bei uns im Ahrtal, in aller Munde.
Auch im aktuellen Jugendbürokonzept wird ein wichtiges Augenmerk auf den modalen Split in
Altenahr und dessen Herausforderungen gelegt. Neben der zurückgekehrten gut getakteten
Ahrtalbahn gibt es einen weiteren Mix an Fahrmöglichkeiten die es ermöglichen den Alltag unter
Freunden und in der Familie zu organisieren. Trotz allem aber bleibt immer noch das Auto die meist
verbreitete Art von A nach B zu kommen.
Aus diesem Grunde erarbeitete das Jugendbüro Altenahr vor Jahren, nach dem Erfolg des Jugendtaxi,
ein spezielles Angebot für Ehrenamtlich Tätige in der Kinder- und Jugendarbeit der VG Altenahr. Und
bot nun, als reaktiviertes Angebot, zum wiederholten Male die Teilnahme an einem
Fahrsicherheitstraining (FST) am Nürburgring an. Geplant und organisiert wurde diese
Schulungsmaßnahme von den Mitarbeitenden Mario Maltzahn und Werner Söller. Zehn
Teilnehmende konnten so die Gelegenheit nutzen an einem intensiven, spannenden und lehrreichen
Programm teilzunehmen und trafen sich am Sonntag, 8. März 2026 um 9 Uhr am Nürburgring.
Hintergrund ist, dass die Ehrenamtlich Tätigen, bei Kinder- und Jugendmaßnahmen, sofern kein
ÖPNV nutzbar ist, teils ihren privaten PKW zur Verfügung stellen. In diesem Falle sind sie auch für die
Sicherheit der Teilnehmenden, die sie mitnehmen, verantwortlich. Um das Risiko bei gemeinsamen
Fahrten so gering wie möglich zu halten, ist es neben allgemeiner Vorsicht und Beherrschung des
Fahrzeugs, sehr wichtig, dass die Fahrenden sich eventueller Gefahrensituationen bewusst sind und,
wenn nötig, angemessen reagieren können. Wo wären derartige Situationen besser zu simulieren
und zu analysieren, als in einem Fahrsicherheitszentrum?
Alle Übungen des FST fanden im Privat-Pkw statt, um auch in alltäglichen Situationen zu wissen, wie
das eigene Auto reagiert. Auch der Bus des Jugendbüros kam zum Einsatz und konnte sich mal so
richtig austesten lassen. Nach einem Theorieteil und erstem Warmfahren incl. Lernen der korrekten
Sitz- und Lenkradeinstellung wurde gemeinsam Mittag gegessen. Im folgenden Praxisteil testeten wir
Autos und Fahrerende auf Herz und Nieren. Bremsen auf verschiedenen Untergründen, Slalom auf
Glätte, Bremsen und Wasserwänden Ausweichen und als Highlight die Schleuderrampe. Dies führte
zu interessanten Abflügen und Crashs in Wasserwände aber dadurch zu Lerneffekten. Am Ende
konnten alle sicher und kontrolliert alle Übungen meistern. Abschließend bekamen die
Teilnehmenden als kleine Anerkennung ein Diplom. Der eigentliche Mehrwert war der Mut und die
Erfahrung, trotz sicherer Rahmenbedingungen viele Extremsituationen ausprobiert zu haben.
Rückmeldungen wie: „das hat mein Selbstbewusstsein gefördert, war mega cool, vielen Dank für die
tolle Erfahrung…“ zeigen das die Teilnehmenden sehr zufrieden waren. Unser Jugendbus, der nicht
geschont wurde und einige Dreher fuhr, erwies sich, trotz seiner Größe, in Gefahrsituationen gut und
sicher händelbar sowie stabil zu bremsen. Wir können mit gutem Gewissen Kinder- und Jugendliche
sowie Ehrenamtlich Tätige damit fahren.
Das Jugendbüro bedankt sich bei der Gelsenwasser-Stiftung ohne deren finanzielle Unterstützung
dieses kostspielige Angebot nicht möglich gewesen wäre und so von den Teilnehmenden nur einen
geringen Eigenanteil nötig war. Bei weiterem Interesse könnte eine Zweitauflage nach dem Sommer
möglich sein